Olivér Várhelyi, EU-Kommissar für Gesundheit und Tierwohl nahm den Weltkrebstag zum Anlass, das entschlossene Engagement der Kommission für die Bekämpfung dieser verheerenden Krankheit und die Unterstützung der Betroffenen zu bekräftigen. Die vollständige Ausschöpfung des Potenzials des Krebsplans werde zu einer verstärkten Prävention, Früherkennung und einem besseren Zugang zu Behandlungen unabhängig von geografischer Lage oder Einkommen führen.
Prävention steht im Fokus
Der überarbeitete Kodex legt einen starken Fokus auf Lebensstilentscheidungen und Maßnahmen im Bereich der öffentlichen Gesundheit zur Verringerung des Krebsrisikos. Er behandelt unter anderem Themen wie Impfungen, Krebsvorsorge, Stillen, Alkoholkonsum, sogenannte ultra-verarbeitete Lebensmittel und Luftverschmutzung. Der aktualisierte Kodex wurde von der Internationalen Agentur für Krebsforschung im Auftrag der Kommission erstellt.
40 Prozent der Krebsfälle könnten verhindert werden
Krebs ist ein bedeutendes Problem für die öffentliche Gesundheit in der EU. So gab es 2024 geschätzt 2,7 Millionen neue Krebsfälle und 1,3 Millionen krebsbedingte Todesfälle. Abgesehen von den emotionalen Belastungen, die Krebs für Millionen von Menschen und ihre Angehörigen im Alltag mit sich bringt, hat Krebs auch erhebliche wirtschaftliche Folgen. Diese werden in Europa auf 100 Milliarden Euro pro Jahr geschätzt.
Darüber hinaus sind die Risiken für Krebserkrankungen oft dieselben wie für andere nicht übertragbare Krankheiten, beispielsweise Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Der Kodex und der Safe Hearts Plan unterstützen sich daher gegenseitig bei der Erreichung ihrer Ziele und fördern die Gesundheit der europäischen Bürger. Werden die im Kodex identifizierten Risikofaktoren angegangen, könnten beispielsweise geschätzt 80 Prozent der vorzeitigen Herzinfarkte und Schlaganfälle sowie 40 Prozent der Krebsfälle verhindert werden.
Europäischer Plan zur Krebsbekämpfung zeigt Erfolge
Im Rahmen des europäischen Plans zur Krebsbekämpfung wurden mehr als 2,7 Milliarden Euro in die Verbesserung von Prävention, Früherkennung, Behandlung und Versorgung in ganz Europa sowie zur Verbesserung der Lebensqualität von Krebspatienten investiert. Die Kommission arbeitet nun mit fast 630 Organisationen im Rahmen des Krebsplans zusammen. Zusammen mit der EU-Krebsmission trägt der Plan auch dazu bei, unser Verständnis der Ursachen von Krebs – seien es biologische Prozesse, Risikofaktoren oder Gesundheitsdeterminanten – zu vertiefen und die wissenschaftliche Forschung auf diesem Gebiet zu stärken.
Weitere Informationen
Vollständige Pressemitteilung der Europäischen Kommission
Europäischer Kodex zur Krebsbekämpfung | 14 Möglichkeiten zur Krebsprävention



