Therapiekonzept der onkologischen Rehabilitation

Das therapeutische Konzept der onkologischen Rehabilitation verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz und wird auf die individuelle Erkrankungs- und Bedürfnissituation des krebskranken Patienten abgestimmt. Krebs-Patienten mit körperlichen Beschwerden werden geschult und erlernen praktische Übungen wie sie z.B. Funktionsstörungen der Gelenke, Atemprobleme oder Schwierigkeiten mit der Kontinenz nach der Reha im häuslichen Umfeld selbst weiterbehandeln können („Hilfe zur Selbsthilfe“). Bei psychischen Problemen (z.B. Ängsten, Schlafstörungen, Erschöpfung (Fatigue-Syndrom), Depression) werden verschiedene Bewältigungsstrategien eingeübt und psychoonkologische Unterstützung angeboten. Weiter werden Patienten in der onkologischen Reha angeleitet, ungünstige Lebensweisen nachhaltig zu verändern. Hierzu gehören ein gesünderes Ernährungsverhalten sowie die Verbesserung der körperlichen Aktivität. Zudem werden mögliche Nachwirkungen der Krebstherapie und Schmerzen während des Reha-Aufenthalts gemildert.

Abb.: Therapiemodell der onkologischen Reha nach Reuß-Borst et al. aus Rick O. Cancer-Survivorship-Programme: Onkologische Rehabilitation als „Initialzünder“. Im Focus Onkologie. 2016; 19(4). ASORS-Fortbildung

Das Therapiekonzept der onkologischen Reha basiert u.a. auf folgenden Verfahren:

Alle Therapieverfahren haben die Genesung und Lebensqualität des Patienten, aber auch die Selbstständigkeit im Alltag und Teilhabe bzw. Rückkehr in den Beruf im Blick. Sozialberatung, Beratung zur beruflichen Wiedereingliederung sowie Tipps zur Verordnung von Hilfsmitteln sind daher auch ein wichtiger Bestandteil des stationären Reha-Angebots.

In Deutschland dauert eine stationäre onkologische Reha durchschnittlich drei Wochen an.

Quellen:

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