Reha nach Krebs: In Corona-Zeiten möglich und wichtig

Die Reha-Kliniken stehen mit umfassenden Hygiene- und Sicherheitskonzepten für Krebspatient*innen offen. Menschen mit Krebs müssen auch in Corona-Zeiten nicht auf ihre wichtige Anschlussheilbehandlung, onkologische Reha bzw. Nachsorge verzichten.

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Auch in Zeiten von Corona brauchen Krebspatient*innen nicht auf ihre wichtige Anschlussheilbehandlung bzw. medizinische Rehabilitation zu verzichten. Dank umfassender Hygiene- und Sicherheitskonzepte besteht in den Reha-Kliniken keine erhöhte Infektionsgefahr mit Corona-Viren. Hingegen kann sich ein Aufschieben der onkologischen Reha nachteilig auf den Genesungsprozess auswirken. Um Akut- oder Spätfolgen zu vermeiden, ist es ratsam, medizinisch notwendige Maßnahmen zeitnah durchzuführen. In der Reha-Klinik können sich Krebspatient*innen ganz ihrer Gesunderhaltung widmen und bekommen zudem Abstand zu der sicherlich für viele Betroffene angstmachenden Corona-Situation.

Umfassendes Sicherheits- und Hygienekonzept in den Reha-Kliniken

Die Reha-Einrichtungen haben sich in den letzten Monaten auf die Pandemie-Bedingungen eingestellt, ein umfassendes Sicherheits- und Hygienekonzept entwickelt und setzen dieses konsequent um. Sowohl beim Ärzte- und Therapeuten-Team sowie bei allen weiteren Klinikmitarbeiter*innen und Patient*innen werden regelmäßig Corona-Tests durchgeführt, neue Patient*innen werden bereits bei der Anreise getestet. Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes, konsequentes Einhalten der Abstandsregeln und regelmäßiges Lüften aller Räume sind weitere wichtige Punkte des Infektionsschutzes. „Auch ist das Infektionsrisiko in der Reha so minimiert, weil wir gegenüber den Akutkliniken den Vorteil haben, dass wir keine COVID-19-Patient*innen versorgen und die Häuser nach wie vor für Besucher und Lieferanten geschlossen sind“, erklärt Prof. Dr. med. Oliver Rick vom Aktionsbündnis „Reha hilft Krebspatienten“ (RhKp) und Sprecher der AG Onkologische Rehabilitation und Sozialmedizin (AGORS) der Deutschen Krebsgesellschaft. „Ebenso gehört zu diesem Hygienekonzept die Umstellung auf weniger Reha-Patient*innen zeitgleich im Haus und kleinere Therapiegruppen, wovon die Patient*innen profitieren. Die Reha-Programme werden individuell an die Bedürfnisse der Patient*innen und die aktuelle Situation angepasst“, ergänzt Dr. med. Timm Dauelsberg vom RhKp-Aktionsbündnis.

In der Reha bilden Krebsbetroffene Ressourcen für den Alltag und das Berufsleben

Über eine halbe Million Menschen erkranken in Deutschland laut dem Zentrum für Krebsregister-daten am Robert Koch-Institut (RKI)* jährlich neu an Krebs, aufgrund moderner Therapien überleben immer mehr den Krebs. In der onkologischen Rehabilitation kann nach der Akuttherapie in der Klinik über etwa drei Wochen gezielt auf die körperlichen und psychischen Beschwerden der Krebsbetroffenen eingegangen werden. Diese ganzheitlichen Maßnahmen und der Austausch mit anderen Betroffenen helfen bei der Krankheitsverarbeitung und Ressourcen-Bildung auf dem Weg zurück ins Alltags- und Berufsleben. Die Kosten für eine onkologische Reha werden übernommen – in den meisten Fällen von der Deutschen Rentenversicherung (DRV).

Weitere Informationen zur Reha für Menschen mit Krebs und Reha-Antragsformulare gibt es hier.

*https://www.krebsdaten.de/Krebs/DE/Content/Krebsarten/Krebs_gesamt/krebs_gesamt_node.html

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